Bei der latent semantischen Optimierung (LSO) optimieren Sie Texte für Ihre Website oder für Ihren Blog inhaltlich. Hinter diesem Ansatz steckt die Frage: Wann stuft eine Suchmaschine einen Text als relevant und hochqualitativ hochwertig ein?

Was ist latent semantische Optimierung (LSO)?

Die Häufigkeit von Keywords ist nur ein Faktor. Schon seit langem gilt es unter SEO-Experten als Binsenweisheit, dass auch der semantische Kontext eine wichtige Rolle spielt. Synonyme können dabei helfen, einen Text inhaltlich abwechslungsreich und informativ zu gestalten – und gleichzeitig Suchmaschinen wichtige Hinweise zu liefern, worauf der Schwerpunkt eines Textes liegt oder wie gut er einen Themenbereich abdeckt.

Die LSO ist latent – man könnte sie auch als zurückhalten oder unterschwellig bezeichnen. Latent semantisch optimierte Texte sind in erster Linie gute Texte. Indem Sie ein Thema ausführlich behandeln und unterschiedliche Facetten innerhalb des Artikels abdecken, werden Sie Wörter benutzen, die mit dem Haupt-Keyword in Verbindung stehen.

WDF-IDF-Analyse: Worthäufigkeit als Orientierung

Viele Websitebetreiber nutzen die WDF-IDF-Analyse für die LSO. Dabei wird die Häufigkeit betrachtet, mit der ein Wort in einem bestimmten Text (Within Document Frequncy, WDF) oder auf anderen Website (Inverse Document Frequency, IDF) vorkommt. Wörter wie „und“ oder „das“ tauchen in fast jedem Text auf – sie besitzen dadurch eine sehr hohe IDF. Diese Wörter sind für die Suchmaschinenoptimierung jedoch nicht relevant. Für die LSO möchten Sie deshalb wissen, welche Wörter auf inhaltlich ähnlichen Websites häufiger verwendet werden als auf allen beliebigen Websites.

Spezielle Tools, die Sie online nutzen können, unterstützen Sie bei der WDF-IDF-Analyse. Die Begriffe, die solche Tools vorschlagen, sollten Sie jedoch nur als Anregung verstehen. Oft erscheinen auch Wörter wie „Impressum“ oder „Kontakt“ in der Liste mit den Empfehlungen, obwohl diese Begriffe für die meisten Texte nicht inhaltlich relevant sind. Eine WDF-IDF-Analyse stellt deshalb lediglich eine Vorarbeit dar, aber sie darf nicht 1:1 zur LSO benutzt werden.

Eigenes Brainstorming und Ziele

Wenn Sie sich gut in einem Themengebiet auskennen und das Thema erschöpfend behandeln, werden Sie Ihre Texte nahezu automatisch latent semantisch optimieren. Ein eigenes Brainstorming stellt deshalb eine sinnvolle Ergänzung zur WDF-IDF-Analyse dar.

Wenn Sie einen Text über Fische schreiben, werden Sie in der WDF-IDF-Analyse auf Begriffe wie Schuppen, Wasser, Salzwasser, Aquarium, Rezepte usw. stoßen. Wenn Sie keinen kulinarischen Artikel schreiben möchten, ist die Erwähnung von Rezepten für Fischgerichte auf einem Blog über Fische als Haustiere allerdings nicht zielführend.

Auch die Verwendung von Synonymen soll zur latent semantischen Optimierung beitragen. Allerdings sollten Sie dabei nicht zu kreativ werden. Fische können Sie als „Tiere“ oder als „Haustiere“ bezeichnen. Auch konkrete Fischarten dürfen natürlich benannt werden. Es ist jedoch fraglich, ob Suchmaschinen ein ausgefallenes Synonym wie „stumme Schuppenfreunde“ erkennen würden bzw. ob ein solcher Begriff die wahrgenommene Relevanz Ihres Artikels steigern würde.

Fazit: LSO ist eine Ergänzung, nicht der Weisheit letzter Schluss

Die latent semantische Optimierung (LSO) kann Ihre Texte erweitern und Ihnen dabei helfen, Ihren Blog oder Ihre Website mit relevanten Inhalten zu befüllen. Allerdings wird die LSO nicht unkritisch betrachtet. Einige SEO-Experten bestreiten sogar grundsätzlich den Nutzen dieser Methode.

Die LSO wird Ihren Texten jedoch nicht schaden, wenn Sie sie richtig anwenden. Dazu gehört, dass Sie sich nicht sklavisch nach WDF-IDF-Tools richten, sondern solche Tools lediglich als Vorschläge betrachten sollten. Stilistisch ansprechende Texte, die thematisch passende Begriffe verwenden, erfreuen letztlich auch Ihre echten Besucher.